Studien

Gas und Fernwärme sind tragende Säulen einer sicheren, leistbaren und nachhaltigen Energieversorgung in Österreich. In Hinblick auf die Erreichung der nationalen und internationalen Klimaziele beschäftigt sich der Fachverband intensiv damit, wie Gas und Fernwärme zukünftig 100% klimaneutral werden. Der Schlüssel liegt hier in der Hebung der erneuerbaren Gas- und Fernwärmepotentiale und den diesbezüglich richtig gesetzten rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

In diesem Bereich finden Sie diesbezügliche Studien, Gutachten und Expertisen zum Download.


AEA-Austrian Energy Agency (2020):
Volkswirtschaftliche Effekte der Förderung des Ausbaus von Fernwärme und Fernkälte.

Die vorliegende Kurzstudie analysiert das Förderregime und volkswirtschaftliche Effekte von Fernwärme und Fernkälte im Zeitraum 2010 bis 2020. In Österreich gibt es eine Reihe von Förderprogrammen für den Ausbau der Fernwärme und Fernkälte. Neben Bundesförderungen sind grundsätzlich auch EU- und Landesförderungen relevant. Fokus dieser Analyse sind die Bundesförderung UFI (inkl. EU- und Landes-Koförderungen) und die Bundesförderung gemäß WKLG.

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AEA-Austrian Energy Agency (2020):
Roadmap zur Dekarbonisierung der Fernwärme in Österreich.

Die ambitionierten Klima- und Energieziele auf europäischer und nationaler Ebene werden von der österreichischen Fernwärmewirtschaft geteilt und mitgetragen. Inhalt der Studie ist die Konkretisierung der Dekarbonisierungsstrategie der Fernwärmeaufbringung in Österreich durch die Entwicklung eines Dekarbonisierungs-Szenarios.

Für die Umsetzung der Dekarbonisierung der Fernwärme sind die Integration und der Ausbau von diversen alternativen Wärmequellen, den dazugehörigen Technologien sowie Speichertechnologien (kurz- und langfristige Speicherung) notwendig. Die wichtigsten regionalen, alternativen Wärmequellen für diesen Ausbau sind Bioenergie, Abwärme aus Industrie, Wärmepumpen, Geothermie, Abwärme aus Abwasser, erneuerbares Gas (der auf die Wärme entfallende Anteil), Solarwärme, sowie die energetische Verwertung von Reststoffen (wie z. B. Hausmüll oder Altholz). Neben der Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung ist der Erhalt und Ausbau der öffentlichen Fernwärmenetze für die sichere, nachhaltige und regionale Versorgung essentiell. Speziell in Ballungsgebieten wird die Fernwärme bei der Befreiung von der Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas einen entscheidenden zusätzlichen Beitrag in Richtung Klimaneutralität leisten.

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Economica Institut GmbH & Wirtschaftsuniverstität Wien (2019):
Green Gas: Volkswirtschaftliche Analysen zum Quoten- oder Marktprämienmodell.

Österreich hat das Potential, Erdgas bis zum Jahr 2050 durch erneuerbare Gase (Biomethan, Wasserstoff, synthetisches Methan) zu ersetzen. Die Kosten der Vermeidung von CO2-Emissionen von Biomethan (€/t) liegen weit unter denen von Windkraft oder Photovoltaik. Als volkswirtschaftlich kostengünstigste Form einer Dekarbonisierung wird empfohlen, Gas zunächst primär im Raumwärmemarkt einzusetzen. Weiter wird empfohlen, Grünes Gas mittels eines Marktprämienmodells zu fördern.

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Bioenergy 2020+ GmbH (2019):
Machbarkeitsuntersuchung Methan aus Biomasse.

Es wird gezeigt, dass Österreich mit einer effizienteren Landnutzung zur erhöhten Produktion von Biomasse und der thermochemischen Verarbeitung verfügbarer Reststoffe, ein Bio-methanpotenzial bis 2050 von 4,2 Mrd Nm3/a erreichen kann.

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Österreichische Energieagentur (2019):
Netzeinspeisung von erneuerbarem Gas – Volkswirtschaftliche Effekte des Ausbaus von Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Gase und deren Einspeisung in das Gasnetz.

Der Ausbau für erneuerbare Gase (Biomethan, Wasserstoff und synthetisches Erdgas) erzielt Gesamtinvestitionen von 14,7 Mrd. Euro, davon können 10,8 Mrd. Euro für die österreichische Wirtschaft angesetzt werden. Die Beschäftigungseffekte aus der Investitionstätigkeit für „Greening the Gas“ liegen bei jährlich 2.000 bis 4.000 Vollzeitbeschäftigen.

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Navigant (2019):
Die Rolle der Gasinfrastruktur im zukünftigen Energiesystem.

Unterschiedlichere Szenarien (Strom und Gas) um Österreichs Energiesektor bis 2050 weitgehend CO2-neutral zu gestalten werden analysiert. Das Stromszenario verlangt eine aufwändige Elektrifizierung (der bisher vornehmlich auf den Energieträger Gas ausgerichteten Industrie). Dazu würden ca. 56 Mrd € aggregierte (2017-2050) bzw. 2,9 Mrd. € jährliche Mehrkosten anfallen. Das Gasszenario ist günstiger und bietet Vorteile hinsichtlich Versorgungsicherheit obwohl für eine intensivere Power-to-Gas-Produktion auch mehr Strom benötigt wird (16 TWh vs. 8 TWh). Beide Szenarien bedingen massiven Ausbau Erneuerbarer Energiegewinnung.

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