Kollektivvertrag

Als Teil der Wirtschaftskammerorganisation ist der FGW in das System der österreichischen Sozialpartnerschaft eingebunden und schließt - als einzige für die Branche befugte Arbeitgeberorganisation - allgemein gültige Kollektivverträge für die Gas- und Wärmewirtschaft ab.


Die Kollektivvertragsverhandlungen für den Bereich Gas/Wärme konnten am 20. November 2018 abgeschlossen werden. Der Abschluss gilt rückwirkend per 1.11.2018.

Sämtliche Details des aktuellen Abschlusses für den ANGESTELLTEN-Kollektivvertrag sowie für den ARBEITER-Kollektivvertrag finden Sie in den bereitgestellten Download-Unterlagen.

Folgende Änderungen wurden per 1.11.2018 beschlossen:

  • Lohn- und Gehaltserhöhungen rückwirkend ab 1.11. je nach Beschäftigungsgruppe von 3,0 % (K) bis 3,6 % (A), das sind durchschnittlich 3,46 %. Die Mindesterhöhung beträgt 80,- Euro.
  • Die Lehrlingsentschädigungen werden erhöht, um die Attraktivität der Lehre weiter zu stärken.
  • Die Diäten und Aufwandsentschädigungen werden um 2,1 % erhöht, sonstige Zulagen um 3,5 %.
  • Gleitzeit
    im Rahmen einer Gleitzeitvereinbarung können Mitarbeiter Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit grundsätzlich selbst bestimmen. Diese Zeiten sind Normalarbeitszeit. Davon zu unterscheiden ist die Zeit, in der der Mitarbeiter aufgrund einer Anordnung des Arbeitgebers Überstunden leisten muss.
    Um den richtigen Zuschlag für diese angeordneten Überstunden zu ermitteln, ist es von großer Bedeutung, zu welchem Zeitpunkt die Anordnung der Überstunden erfolgt. Dabei sind folgende Fälle zu unterscheiden:
  • Erfolgt eine Anordnung noch innerhalb der Normalarbeitszeit, so erhält der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin für die 9. und 10. Arbeitsstunde einen Zuschlag in Höhe von 50%. Für die 11. und 12. Überstunde greift die bereits schon vor dem 1.11.2018 bestehende Regelung des § 5 Abs 3b des Kollektivvertrages, wonach für die dritte und die folgenden Überstunden an einem Tag nach 19 Uhr ein Zuschlag in Höhe von 100% gebührt. In § 5 Abs 3b wurde lediglich die Wortpassage „nach 19 Uhr“ gestrichen. Ansonsten ist die Regelung betreffend die Höhe des Überstundenzuschlages unverändert aufrecht.
  • Erfolgt die Anordnung hingegen erst gegen Ende der 10. Arbeitsstunde, so kommt die Regelung des § 5 Abs 3a des Kollektivvertrages nicht zur Anwendung. Diesfalls gebührt für die nachfolgenden beiden Überstunden (= 11. und 12. Arbeitsstunde) nur ein Zuschlag in Höhe von 50%, da es sich um die 1. und 2. Überstunde an diesem Arbeitstag handelt.
  • Für die 51. – 60. Arbeitsstunde gebührt bei gleitender Arbeitszeit niemals ein Zuschlag in Höhe von 100%, wenn es sich um Stunden handelt, die der Mitarbeiter im Rahmen seiner Gleitzeitvereinbarung selbst bestimmt leistet. Grundsätzlich wurde zwar für die 51. – 60. Arbeitsstunde, sofern es sich um eine Überstunde handelt, ein Zuschlag von 100% vereinbart. Die Neuregelung ist aber expressis verbis nicht auf gleitende Arbeitszeit anzuwenden!

Downloads KV 2018

  • Unterlagen KV-Abschluss für ANGESTELLTE der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Stand 1. November 2018
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  • Unterlagen KV-Abschluss für ARBEITER der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Stand 1. November 2018
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Sobald der Abschluss per 1.11.2018 in die Gesamtfassungen des Arbeiter- sowie des Angestelltenkollektivvertrages eingearbeitet ist, werden wir Ihnen diese zum Download zur Verfügung stellen.

Downloads KV 2017

  • Kollektivvertrag für Angestellte der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Stand 1. November 2017
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  • Arbeiterkollektivvertrag für den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Stand 1. November 2017
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  • Erläuterungen und Unterlagen zum Zeitkontenmodell per 1. Juli 2016
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