Nah- und Fernwärme erfreuen sich in Österreich steigender Beliebtheit. Dieser Trend wird durch eine dynamische Absatzentwicklung unterstrichen. Fernwärmeversorgung gehört zu den boomenden Wirtschaftszweigen und den stärksten Wachstumsbranchen am Energiesektor.

Versorgungsdichte

Innerhalb der letzten 30 Jahre stieg die Anzahl fernwärmeversorgter Wohnungen von 83.000 (1980) auf 625.000 (2007). Damit werden heute österreichweit knapp ein Fünftel (18%) aller Wohnungen mit Nah-/Fernwärme beheizt, der Anteil bei nach 2001 errichteten Wohnungen liegt sogar bei 27%. Besonders hoch ist die Versorgungsdichte in den Ballungsräumen.

Fernwärmeanteil ausgewählter Städte (Stand 2007):

  • Linz 60%

  • Wien 36%

  • Klagenfurt 30%

  • Graz 26%

  • Salzburg: 23%

Haushalte (und landwirtschaftliche Betriebe) zählen dementsprechend zu den Hauptabnehmern: Fast die Hälfte des gesamten Wärmeverkaufs (47%) entfällt auf diesen Sektor. Der Bereich öffentliche und private Dienstleistungen (Verwaltungen, Kaufhäuser etc.) folgt mit 40%.

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Produktion und Bedarf

Die Wärmeerzeugung in Österreich bewegt sich in einer Größenordnung zwischen 11.000 und 13.000 GWh pro Jahr. Davon stammen im Durchschnitt der letzten 5 Jahre 70-74% aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. (Der Anteil des KWK-Betriebes in den Entnahmekondensationskraftwerken schwankt aufgrund von Energiepreisrelationen und der temperaturabhängigen Nachfrage.)

Nah- und Fernwärme wird sich auch hierzulande weiter durchsetzen. Zum einen, weil Österreich seinen Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll nachkommen muss, zum andern, weil Umorientierung und Nachhaltigkeit von den Unternehmen zunehmend als Wettbewerbsvorteile begriffen werden.

Prognosen zufolge wird der temperaturbereinigte Wärmeverkaufszuwachs zwischen 2008 und 2017 österreichweit 2% pro Jahr betragen. Damit soll die Fernwärmenachfrage weiterhin deutlich schneller wachsen als der Gesamtmarkt, gemessen an der gesamten Energienachfrage österreichischer Endkunden.

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Fernwärmenetz

Die Fernwärmeversorgungsunternehmen Österreichs betreiben Netze von insgesamt annähernd 4.000 Kilometern Länge (Stand: 2007) - damit hat sich die Netzlänge seit 1995 beinahe verdoppelt.

Auch in Zukunft soll in die Verdichtung und den weiteren Ausbau des Flächennetzes investiert werden. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 ist ein Zubau an Fernwärmeleitungen in einer Größenordnung von 51 bis 92 Kilometern geplant.

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Versorgungsunternehmen

Die Anzahl der Wärmeversorger (FGW-Mitglieder) ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen und erreichte 2008 einen Stand von 477 Unternehmen. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Wärmebranche in Österreich wider.

Der FGW bietet Ihnen im Fachbereich Wärme einen raschen Überblick über Wärmeversorgungsunternehmen in Ihrer Nähe:

Wärmeversorger in Österreich >>

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