Biogas in Österreich

Entwicklung

In Österreich befinden sich mit Ende des zweiten Quartals 2008 insgesamt 294 Biogasanlagen, die als Ökostromanlagen anerkannt sind, mit einer Gesamtleistung von 76,7 MWel in Betrieb. (Zum Vergleich: 2001 betrug die Gesamtleistung 1,55 MWel.)

Erkennbar ist, dass die Gesamtleistung der Biogasanlagen nicht unbedingt mit der Anzahl der Anlagen zusammenhängt. Der Trend geht zu immer größeren Anlagen, wobei derzeit die Installationen mit ca. 500 bis 1.000 kW installierter elektrischer Leistung den oberen Horizont darstellen.

Die Jahresproduktion 2005 betrug 570 GWh (das entspricht 0,9 % des Stromverbrauches bzw. Strom für 160.000 Haushalte à 3500 kWh). Für diese Strommenge sind bei einem angenommenen el. Wirkungsgrad von 35 % ca. 150 Mio Nm³ Erdgasäqv. = 250 Mio Nm³ Biogas (à 6,5 kWh/Nm³) erforderlich.

Im Jahr 2007 wurden monatlich im Durchschnitt 40 GWh aus Biogas erzeugter Strom ins Netz eingespeist.

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Projekte

Ausgewählte Projekte der FGW-Mitgliedsunternehmen:

Pucking (Oberösterreich)

Im oberösterreichischen Pucking ging im Juni 2005 Österreichs erste Biogas-Anlage in Betrieb, die gereinigtes und veredeltes Biogas aus der Tierhaltung in das bestehende Erdgas-Netz einspeist. Möglich wird dies erst durch die mehrstufige Veredelung des Biogases zu Erdgas-Qualität, um die strengen Qualitätsvorschriften zu erfüllen. Betrieben wird die Anlage von der erdgas oö. und OÖ. Ferngas AG in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer OÖ.

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Leoben (Steiermark)

Unter der Federführung der Steirischen Gas Wärme GmbH konnte im Mai 2006 ein äußerst innovatives und für die weitere Entwicklung von Biogas wichtiges Forschungsprojekt abgeschlossen werden. Es umfasste neben der Durchführung großtechnischer Fermentationsversuche die Erfassung, Beprobungen und Analyse sämtlicher Stoffströme, die Durchführung von  Laborversuchen sowie die Untersuchung unterschiedlicher Aufbereitungstechnologien zur Aufbereitung auf Erdgasqualität. Damit stehen einerseits grundlegende Informationen über den Biogaserzeugungsprozess beim Einsatz von Kofermenten und Klärschlamm zur Verfügung, andererseits konnten generelle Aussagen über die Effizienz unterschiedlicher Aufbereitungstechnologien abgeleitet werden.

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Bruck an der Leitha (Niederösterreich)

In der Biogasanlage Bruck an der Leitha wird aus Gras, Rüben- und Maissilage sowie aus Reststoffen aus der Nahrungs- und Lebensmittelindustrie in einer CO-Fermentationsanlage Rohgas gewonnen. Der Großteil des erzeugten Rohgases kommt in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zum Einsatz. Im Juni 2007 wurde ein Pilotprojekt für die Aufbereitung von Rohgas auf Erdgasqualität und die anschließende Einspeisung in das Leitungsnetz der EVN AG in Betrieb genommen. Die Biogasaufbereitung basiert auf dem in Österreich entwickelten Verfahrenskonzept der Membrantechnik.

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